11x03 ... (Rosa)

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Blacky Smith
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11x03 ... (Rosa)

Beitrag von Blacky Smith » Mo Okt 15, 2018 5:38 pm

Inhalt:
Montgomery, Alabama, 1995: in den USA herrscht nach wie vor eine strikte Rassentrennung zwischen Weißen und Schwarzen. In den Bussen der damaligen Zeit gibt es Sitzplätze für WHITE und COLORED. In dieser Zeit lebt auch Rosa Parks, eine farbige US-Bürgerin, die später dafür bekannt werden sollte, dass sie quasi den ersten Anstoß zu Protesten der Schwarzen gegen die Diskriminierung durch die Weißen gibt, indem sie sich am 1. Dezember 1955 weigert, ihren Sitzplatz im Bus für weiße Passagiere aufzugeben.
Die Doktorin, Graham, Yas und Ryan landen ungewollt genau einen Tag vor diesem kleineren historischen Ereignis in der Stadt Montgomery im US-Bundesstaat Alabama. Eigentlich wollten sie zurück nach Sheffield, aber die TARDIS sah das wohl etwas anders, da sie eine bestimmte Energieform gescannt hat, die nicht dort sein sollte. Bei dieser Form von Energie handelt es sich nämlich um dieselbe, die die TARDIS selbst benutzt. Und das sollte nicht so sein. Die Gang findet recht bald die Quelle dieser Energiesignaturen: Ein junger Mann namens Krasko, der aus Stormcage - dem sichersten Gefängnis in der hiesigen Galaxie - entlassen wurde. Krasko versucht durch Kleinigkeiten die Geschichte zu verändern - in diesem Falle möchte er verhindern, dass der 1. Dezember 1955 wirklich so abläuft, wie die Geschichte es beschrieben hat. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und für den korrekten Erhalt eines wichtigen, wenn auch kleinen, Moments in der Menscheitsgeschichte...

Erstausstrahlung GB: Sonntag, 21. Oktober 2018
Zuschauer: x.xx Mio.
Erstausstrahlung D:
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Blacky Smith
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Re: 11x03 ... (Rosa)

Beitrag von Blacky Smith » Mo Okt 22, 2018 11:24 am

Habe die Folge soeben gesehen und die Beschreibung getippt. Pheew. Ich weiß noch nicht so ganz konkret, was ich davon im Endeffekt halten soll. Aber vielleicht komme ich ja beim Tippen dieser Zeilen darauf.

Zunächst einmal gefällt mir die Idee, dass in dieser Folge eine Problematik aufgegriffen wurde, von der man damals zu Zeiten einer gewissen Martha Jones eher die Finger gelassen. Klar, es gab Andeutungen in der Episode "Shakespeare Code", dass es vielleicht ein Problem sein könnte, dass Martha schwarz ist, aber richtig offen und direkt wurde damit eigentlich nicht umgegangen.

Das hat diese Episode hier definitiv besser gemacht. Es war eigentlich von der ersten Episode an auch zu erwarten, dass es irgendwann Probleme geben MUSS, wenn die Companioncrew - bzw die "Gang", wie die Doktorin es ja selbst nannte - aus Personen verschiedener ethnischer Gruppen bestand. Hier also einem weißen und einem schwarzen Mann, sowie einer Frau mit deutlich erkennbarer pakistanischer Abstammung.
Ich fand es daher sehr nett, wie in die Thematik zu Beginn eingestiegen wurde, nachdem die Gang gelandet war und Ryan eigentlich nur höflich sein wollte und dafür gleich eine heftige Rüge kassiert hat. Generell fand ich auch die Dialoge zwischen Ryan und Yas bezüglich dieses massiven Unterschieds zu dem, was sie von zuhause kennen, durchaus treffend. Ich konnte eindeutig nachvollziehen, warum die beiden diesen Ort nicht abkönnen.

Das ganze Rennen gegen die Zeit war teils relativ "putzig" anzusehen, auch, wenn ich zwischendurch ehrlich gestanden auf die Uhr sah, weil sich mir das etwas zu sehr zog.  Das ist aber mehr mein persönliches Empfinden. Für andere mag das Erzähltempo dieser Episode genau richtig gewesen sein.

Sehr toll fand ich auch die Aufteilung der verschiedenen "Arbeitsaufträge" innerhalb des Teams. Jeder bekam quasi das zugewiesen, was er oder sie am besten können dürfte bzw. wo sich derjenige am besten auskennt. Ich bin sehr froh, dass man dieser offensichtlichen Logik gefolgt ist, statt einfach Kraut und Rüben daraus zu machen. Jeder Schritt musste wirklich sehr genau bedacht werden, aufgrund der gegebenen Bedingungen.

Was ich allerdings von diesem Krasko halten soll und dem, was mit ihm im Laufe der Folge passiert ist... Das ist etwas komplizierter. Man erfährt nicht den direkten Grund, warum er ausgerechnet diesen Moment der Geschichte verändern will. Es wird zwar angedeutet, dass dadurch die Schwarzen dort bleiben würden, wo sie sind, aber warum er das will, wird dennoch nicht direkt auf den Tisch gelegt. Ich vermute einfach, dass er von Farbigen eingeknastet wurde für das, was er getan hat.
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Ich vermute außerdem, dass wir den Typen noch mal wiedersehen werden. Wann und Wohin auch immer Ryan den Kerl mithilfe seiner eigenen Waffe geschickt hat, das wird sicherlich nicht das letzte sein, was wir von ihm gesehen haben. Immerhin spielt diese Serie mit der Thematik des Zeitreisens. Zudem hatte der Stenza sich in Folge 1 ja auch noch irgendwohin retten können, auch, wenn er eigentlich dem Tode geweiht ist und in Folge 2 bekamen wir den Hinweis darauf, dass wir von dieser Spezies mit Sicherheit noch was hören werden.
Alles in allem fand ich die Folge gut gemacht. Nicht sonderlich überragend, aber es war eine gute Unterhaltung - auch, wenn ich mich nur bis zu einem gewissen Grad wirklich mit dieser Thematik empathisch auseinandersetzen kann, aufgrund der Tatsache, dass ich diese ganzen Vorurteile gegenüber Leuten, die eine andere Hautfarbe haben, nicht persönlich kenne.
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Yeti
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Re: 11x03 ... (Rosa)

Beitrag von Yeti » Mo Okt 22, 2018 7:25 pm

Hm, keine schlechte Folge, aber sehr untypisch, sehr unwho, sehr "Timeless".
Ich hatte im Laufe der Folge irgendwann nicht mehr das Gefühl, Doctor Who zu gucken.
Weiß nicht, ob ich schon mal so eine Musikuntermalung in einer Who-Folge gehört habe, wie bei dem Finale dieser Folge. Das wollte nicht so recht passen, es hatte eher was von einem "Cold Case"-Ende und irgendwie passte die blonde Frau auch dazu.

Insgesamt waren das für mich zu viele neue und ungewohnte Elemente für die Serie, um sie an dieser Stelle schon wegzustecken.
Ich fand den Doctor in der Folge auch ziemlich schwach im Vergleich zu den letzten beiden Folgen.

Und der Zeitreise-Möchtegern-Fonzie ... weiß nicht, ob ich den nochmal wiedersehen möchte. Keine wirklich spannende Figur, eher nervig.

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